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Corona - zur Orientierung

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Thesenpapier zur Orientierung und Ermutigung in Coronazeiten


Jesus im Mittelpunkt behalten – trotz Corona


Mit großer Sorge beobachten wir die Entwicklung der letzten Monate in vielen christlichen Gemeinden: Während die Gemeinde Jesu durch staatlich vorgeschriebene Veranstaltungseinschränkungen sowie große seelsorgerliche und gesellschaftliche Aufgaben in dieser Zeit besonders herausgefordert wird, kommt es durch die unterschiedliche Bewertung der medizinischen und politischen Hintergründe von Corona zu erheblichen Spannungen. Die Einheit seiner Nachfolger, die unserem Herrn so wertvoll ist, gerät in Gefahr, die Liebe droht im Streit zu erkalten und das Zeugnis der Gemeinde beginnt zu leiden.
Darum bitten wir alle Gläubigen eindringlich, sich neu bei unserem Herrn und Retter Jesus Christus und seinem Wort zu treffen, um wo irgend möglich weiteren geistlichen Schaden von der Gemeinde fernzuhalten. In diesem Zusammenhang möchten wir an grundlegende Aussagen des Wortes Gottes erinnern, denen in der momentanen Situation eine besondere Bedeutung zukommt.

1. Gott hat die Welt und auch unser Leben fest in seiner Hand.
Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, dass nur Gott die Regierungen einsetzt und absetzt (Spr 21,1; Dan 2,21; Röm 13,1). Der Satan kann auf der Erde nur so weit Einfluss nehmen, wie Gott dies zulässt. Christen wissen, dass Gott nie eine Situation entgleitet und er am Ende den absoluten Sieg behält (Ps 118,16; 1Tim 6,15). Letztlich sterben Menschen nicht an einer Krankheit oder einem Unfall, sondern am Willen bzw. an der Zulassung Gottes. Diese Perspektive wollen wir als Christen auch während möglicher Corona-Sorgen einnehmen.

2. Gott fordert seine Kinder auf, sich prinzipiell der jeweiligen Obrigkeit unterzuordnen (Röm 13,1+2; 1Petr 2,13-17).
Gemeinde und Staat sind nach Auskunft der Bibel zwei getrennte Herrschaftsbereiche Gottes (vgl. 1Sam 13,8-14; Lk 20,25; Joh 18,36). Trotzdem gelten die staatlichen Ordnungen auch für den Christen und die Gemeinde. Älteste und andere gemeindliche Verantwortungsträger sollten in ihrem von Gott erhaltenen Amt keine Parteipolitik betreiben; auch Jesus und die Apostel verzichteten darauf. Die Politik hat keine Autorität bei der Auslegung der Bibel oder in den geistlichen und ethischen Bereichen des Gemeindelebens. In den äußeren Aspekten (Bau, Arbeitsrecht, Sicherheit, Finanzrecht, Strafrecht usw.) müssen sich allerdings auch Gemeinden staatlichen Regeln beugen.

3. Die alleinige Grenze für den Gehorsam gegenüber der Regierung ist der direkte Konflikt mit einer klaren Forderung des Wortes Gottes.
Christen sind grundsätzlich loyale Staatsbürger. Aber der Gläubige „muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 4,19; 5,29). Wenn es einen direkten Konflikt zwischen einem biblischen Gebot und der Forderung des Staates gibt, haben Gottes Regeln Vorrang. Ethisch falsche oder zweifelhafte Gesetze des Staates, die dem Christen aber die Möglichkeit lassen, richtig zu handeln, müssen nicht bekämpft werden (z.B. Scheidungsgesetze, Ehe für alle etc.).
Beim Widerstand gegen den Staat geht es primär um unveräußerliche Glaubensinhalte. Es geht nicht um untergeordnete Fragen oder persönliche Nachteile wie z.B. überhöhte Steuern etc. Im Konfliktfall muss der Christ dann auch bereit sein, die staatlich vorgesehene Strafe zu tragen (Dan 3; 1Petr 3,14). Zeitlich begrenzte Verordnungen zu äußeren Bedingungen und Formen der Gemeindeveranstaltungen (z.B. Maske, Abstand, Teilnehmerzahlen) verstoßen nicht grundsätzlich gegen biblische Gebote.

4. Da die Lage unübersichtlich ist, sollten wir eine Haltung der Demut und Korrekturbereitschaft an den Tag legen.
Christen verfügen in konkreten Sachfragen nicht über mehr Wissen als die dafür zuständigen Fachleute. Juristische Corona-Fragen müssen letztlich von der Regierung und der Opposition bzw. von den zuständigen Gerichten geklärt werden. Wissenschaftliche Fragen um Corona müssen in dem langwierigen Prozess seriöser Forschung erschlossen werden. Weil Mediziner und Politiker in dieser Hinsicht keine besondere biblische Autorität für ihre jeweiligen Positionen in Anspruch nehmen können, dürfen Christen entscheiden, wem sie Vertrauen schenken – missionarischer Eifer ist hier unangebracht (Spr 17,27). In jedem Fall muss die Sprache, derer Christen sich in öffentlichen Debatten bedienen, dem Gebot und Vorbild unseres Herrn und seiner Apostel entsprechen.

5. Reguläre Beschwerden gegen eine staatliche Entscheidung vor Gericht sind in einer Demokratie möglich.
Christen können gegebenenfalls die in ihrem Staat zugesprochenen Rechte auf dem dafür vorgesehenen Weg einfordern (Apg 16,35-40; 25,10-12). In welchen Fällen ein solcher Weg geboten ist, muss sehr sorgfältig abgewogen werden. In Deutschland geschieht das in erster Linie über die zuständigen Gerichte. Bis deren Urteil vorliegt, gilt die Entscheidung der Regierung. Kommen die Gerichte zu einem nicht erwünschten Ergebnis, ist das als Wille der Obrigkeit von den Christen zu akzeptieren.

6. Das Miteinander der Geschwister in der Gemeinde soll immer von Liebe und Anteilnahme gekennzeichnet sein (Joh 13,35).
Gerade bei Sachverhalten, die nicht von der Bibel festgeschrieben sind, müssen Gläubige auf das Wohl ihrer Mitchristen bedacht sein. Die möglicherweise aufgrund größerer Einsicht erlangte Freiheit darf nicht egoistisch gegen andere Geschwister ausgelebt oder durchgesetzt werden (1Kor 8,9-11; Gal 5,13). Der Herr lehrt uns, aus Liebe und Rücksicht die eigenen Interessen zurückzustellen (Phil 2). Auch in der Corona-Zeit gilt es, ganz besonders den ängstlichen oder unter stärkerem Risiko leidenden Geschwistern entgegenzukommen sowie denen beizustehen, die in dieser schwierigen Zeit an Leib, Seele und Geist leiden.

7. Auch während der Herausforderungen durch die Covid-19-Pandemie sollten geistliche Ziele und keine politischen oder medizinischen Diskussionen deutlich erkennbar im Mittelpunkt des Gemeindelebens stehen.
Konkret gehören dazu das Gebet für die Regierung, die Stützung der Schwachen und die Verkündigung der biblischen Hoffnung an alle durch die Krise verunsicherten Menschen (Mk 16,15; 1Kor 9,19-27; 1Tim 2,1-4; vgl. Lk 6,45).
Geliebte Brüder und Schwestern, vor seinem Weg ans Kreuz betete unser Herr um die Einheit seiner Nachfolger (Joh 17). Was immer unsere persönliche Einschätzung zur aktuellen Lage sein mag – wir dürfen es nicht zulassen, dass der Feind Gottes über dieser Thematik unsere Einheit zerstört. Wir rufen daher alle Kinder Gottes auf: Lasst uns einstimmen in das Gebet unseres Herrn! Lasst uns beten, dass weder unser Zeugnis nach außen noch unsere Kraft nach innen weiter geschwächt werden! Es steht zu viel auf dem Spiel.

Diese Ausführungen erheben natürlich nicht den Anspruch einer umfassenden und vollständigen Abhandlung der Thematik. Sie sollen vielmehr ein biblischer Leitfaden sein und als Argumentationshilfe dienen. Dieser Text kann in unveränderter Form gerne schriftlich und digital verbreitet werden.

Folgende Personen stehen hinter diesem Aufruf:
Roland Antholzer (Dipl.-Psychologe, Leiter GIBB) * Markus Bachofen (Leiter KfG-Schweiz) * Claus Bode (Barmer Zeltmission, Gem-leitungCV Monheim-Baumberg) * Dr. Arnd Bretschneider (Diplom-Kaufmann, Gem-leitung EFG Dümmlinghausen) * Uwe Brinkmann (Architekt, Mitältester CG Unterschleißheim) * Jürgen Fischer (Mitältester EFG TheRock Christuskirche, Berlin-Spandau) * Joschi Frühstück (Evangelist) * Mathias Grasl (Evangelist) * Sieghard Günther (aseba e.V., Mitältester CV Wermelskirchen-Schillerstraße) * Dr. Georg Hagedorn (Verlagsleiter Chr. Medienvertrieb) * Michael Happle (Evangelium für Alle) * Christian Harbig (Handelsvertreter, Gem-leitung CV Oranienburg) * Thomas Heckel (IT-Administrator, Gem-leitung CG Rebesgrün) * Karl-Ernst Höfflin (Evangelist) * Otto Hubenschmid (IT-Entwickler, Gem-leitung CG Karlsruhe) * Martin Huster (Sozialversicherungsfachangestellter, Mitältester EFB Heilbronn) * Hartmut Jaeger (Geschäftsführer Chr. Verlagsgesellschaft Dillenburg) * Prof. Dr. Friedhelm Jung (Bibelseminar Bonn) * Lothar Jung (Stiftung der Brüdergemeinden in Deutschland, Mitältester CG Dillenburg-Manderbach) * Ralf Kausemann (Leiter AK Jungschar, Mitältester CG Refrath) * Dr. Steffen Kirstein (Arzt, Ältester) * Michael Kotsch (1.Vors. Bibelbund) * Ingo Krause (Schulleiter AHF-Gesamtschule, Detmold) * Dr. Andreas Kreuter (Geschäftsführer, Mitältester CG Heidelberg) * Dr. Roger Liebi (CH-Bibellehrer und Ältester) * Norbert Lieth (Missionsleitung Mitternachtsruf) * Andreas Lindner (Lehrer TMG-Salzburg, Gem-leitung CG Loig) * Matthias Lohmann (1.Vors. Evangelium21) * Prof. em. Dr. Armin Mauerhofer (Dozent und Pastor) * Kai Müller (Schreiner, Gem-leitung EFG Reinsdorf-Vielau) * Rainer Nietzke (Mitältester Marburg, Lehrer bei Agando) * Dietmar Noll (Pflegepädagoge, Mitältester EfG Eichstetten) * Stephan Odenwald (Mitältester CG Chemnitz) * Andreas Pegel (Pastor Bielefeld) * Wilfried Plock (Leiter der KfG-D) * Thomas Powilleit (Pastor EFA-Stuttgart) * Christian Roßik (IT-Anwendungsentwicklung, Mitältester CG München Landwehrstraße) * Matthias Rüther (Leiter Bibelschule Brake) * Wolfgang Runkel (Mitältester CG Siegen-Achenbach) * Armin Schönebeck (Leiter Diakonenkreis CFG Mettmann)* Hans Stelter (GIBB-Mitarbeiter, Gem-leitung EFG Kulmbach) * Matthias Swart (Mitältester CG Jena-Lobeda) * Klaus Valet (Angestellter, Mitarbeiter CV Gevelsberg) * Karl-Heinz Vanheiden (Bibelübersetzer) * Marco Vedder (gesunde-gemeinden.de, Gem-leitung CG Bad Kissingen) * Martin Vedder (Missionsleiter ZAM i.R.) * Johannes Vogel (Schulleiter Bibel-Center Breckerfeld) * Martin von der Mühlen (Oberstudienrat, Gem-leitung FCG Hamburg) * Thomas Voss (Unternehmer, Mitältester CG Augustdorf) * Franz Weber (Ergotherapeut, Mitältester CG Unterschleißheim) * Reinhard Wurster (Schulleiter JCB-Schule, stv.Vors. VEBS)

 
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