Gottes Willen erkennen können |
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Es ist nicht der Wille Gottes, dass wir uns treiben lassen und auf Umstände in unserem Leben achten und wir uns passiv von ihnen beeinflussen lassen. Schliesslich sind wir keine Pferde, welche sich durch Zügel und Zaumzeug leiten lassen müssen. Wir sind Menschen, die eine göttliche Natur erhalten haben - Königskinder mit Ohren und Verstand. Wir heben uns weit von einem Tier ab. Der HERR kann zu uns sprechen und uns als Menschen führen; er muss uns nicht lenken, wie man Tiere lenkt. Die Bibel sagt uns, dass wir das erkennen sollen:
Ps 32,9
Seid nicht wie ein Ross, wie ein Maultier, ohne Verstand; mit Zaum und Zügel ist seine Kraft zu bändigen, sonst nahen sie dir nicht.
Lassen wir uns nicht durch Umstände leiten wie Tiere. Lasst uns prüfen, was angenehm ist vor Gott. Aktives Handeln ist gefragt und nicht passives ‚mit-sich-machenlassen’, wie geschrieben steht:
Röm 12,2
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.
Lasst uns prüfen, was der Wille Gottes ist. Lasst uns unsere Situation zu Hause, in der Gemeinde, am Arbeitsplatz immer wieder vor den HERRN bringen und ihn fragen, ob wir noch in seinem Willen sind. Wir werden so oft darauf aufmerksam gemacht:
Phil 1,9-11
Und um dieses bete ich, dass eure Liebe noch mehr und mehr überreich werde in Erkenntnis und aller Einsicht, damit ihr prüft, worauf es ankommt, damit ihr lauter und unanstössig seid auf den Tag Christi, erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus
Auch hier steht wieder, ‚…damit ihr prüft….’. Zu prüfen was man tut ist wichtig. Schon im AT war die Prüfung der Dinge dringend notwendig. Es gab dort nämlich viele gottlose Könige, die das Volk verführten. Jemand der gewohnt ist, eine Sache zu prüfen, wird nicht in die Falle eines Irrlehrers oder seiner eigenen Gedanken tappen. Eine kritische Haltung wird auch im NT sehr unterstützt, es ist der Wille Gottes, dass wir kritisch sind und aktiv prüfen, was auf uns zukommt:
Apg 17,10-11
Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte.
Die Schrift, die vom Heiligen Geist inspiriert ist, sagt, dass die Brüder in Beröa edler waren als die Tessalonicher. Was zeichnete sie denn so aus? Sie nahmen das Wort nicht nur auf, sie untersuchten täglich in den Schriften, ob es auch so sei, wie es gepredigt wurde.
Es ist ein grosser Unterschied, ob man sich durch die Umstände leiten lässt, oder sich, darin fragt, was man zu tun hat. Wer durch die Umstände geleitet wird, handelt immer blind hinsichtlich der Erkenntnis des Willens Gottes. Mit einer solchen Leitung ist keine sittliche Übung verbunden. Man wird sozusagen durch eine von aussen kommende Kraft mitgezogen.
Nun kommt es aber vor, dass ein Gläubiger, der in Abhängigkeit von Gott wandelt, auch nicht im voraus weiss, was er tun soll; er weiss nicht, welche Umstände eintreten mögen, und kann sich deshalb für nichts entscheiden. Aber sobald die Umstände da sind, urteilt er mit klarer und göttlicher Überzeugung, was darin Gottes Wille und des Geistes Absicht ist. Allerdings erfordert das einen hohen Grad von geistlicher Gesinnung. Anstatt sich durch die Umstände leiten zu lassen, wird der Gläubige in ihnen von Gott geleitet, indem er sich nahe bei Ihm aufhält, um bei Eintritt der betreffenden Umstände sofort zu erkennen, was er zu tun hat.
Lasst uns unseren Weg aktiv mit Gott angehen und lasst uns täglich prüfen, ob das vorhandene (auch alte Traditionen) vom HERRN ist oder besser zu verwerfen wäre. Amen.
Autor: Tobias Frei
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