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Geistesgaben (Die Gaben des HERRN)

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Die Geistesgaben, die in der Bibel erwähnt werden, sind unter den Christen ein viel diskutiertes Thema, wollen wir doch unserem HERRN gefallen und seinen Willen erkennen und ausführen. Doch oft werden suchenden Menschen, nicht selten auch im Internet, zweifelhafte Methoden angeboten, um ihre Talente und Begabungen zu entdecken. Diese Begebenheit treibt mich an, einen Artikel darüber zu verfassen. Möge der HERR seinen Segen darauf legen und uns, sein Volk, weiterbringen! Amen.

Beachten wir zunächst die Tatsache, dass unser allmächtiger und einziger Gott als eine einzige Einheit wirkt, obschon er aus drei Personen, Vater, Sohn und Heiliger Geist besteht. Der Sohn tat beispielsweise immer nur den Willen des Vaters auf der Erde durch den Geist Gottes. Damit sehen wir, dass die dreieine Gottheit immer eines Sinnes ist.

Daher konnte Jesus sagen:

Joh 5,19
Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, ausser was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.


Und der Sohn tat alles durch die Kraft des Heiligen Geistes. So war der ganze, dreieine Gott in jede Sache eingebunden:

Mt 12,28
Wenn ich aber durch den Geist Gottes die Dämonen austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch gekommen.
Lk 10,8-9
Und in welche Stadt ihr kommt, und sie nehmen euch auf, esst, was euch vorgesetzt wird,
und heilt die Kranken darin und sprecht zu ihnen: Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen.


Durch diese beiden Verse sehen wir, dass das Reich Gottes durch Christus zu den Menschen kam, und dass Christus durch den Heiligen Geist die Dämonen austrieb. Gott handelt als eine einzige Einheit. Der Wille des Vaters wird ausgeführt durch den Sohn durch die Kraft des Heiligen Geistes. Diese Einheit ist stärker, als wir uns wirklich vorstellen können. Die Bibel ist in dem Punkt fast unfassbar, steht doch über den Sohn geschrieben, er sei der Vater der Ewigkeit:

Jes 9,5
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.


Doch diese Einheit ist sehr herrlich und wir dürfen die ganze Wahrheit dieser Tatsache erfahren und den ganzen dreieinen Gott geniessen. Daher können wir sagen, dass nach der Wiedergeburt nicht „nur“ der Heilige Geist in uns Wohnung gemacht hat, sondern der dreieine Gott, wie geschrieben steht:

Joh 14,23
Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.


Jesus und der Vater kommen um bei seinen Geliebten Wohnung zu machen, in denen ja bereits der Heilige Geist wohnt:

1.Kor 3,16
Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?


Auch in der Offenbarung sehen wir, dass der Herr Jesus persönlich zu uns kommt:

Offb 3,20
Siehe, ich stehe an der Tür und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, zu dem werde ich hineingehen und mit ihm essen, und er mit mir.


Weiter sehen wir, dass der Heilige Geist auch als der Geist Jesu bezeichnet wird:

Apg 16,7
als sie aber in die Nähe von Mysien kamen, versuchten sie, nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht.


Der Heilige Geist wird als Geist Jesu bezeichnet und der Sohn als Vater der Ewigkeit. Lieber Leser, kannst Du diese wunderbare Einheit sehen und die Kraft die dahintersteckt?

Wenn nun Gottes Geist in uns etwas bewirken will, stehen der Vater und der Sohn auch hinter dieser Entscheidung. Die ganze Gottheit spricht zu uns. Wenn wir etwas in der Kraft des Geistes ausführen sollen, so tun wir es in der Kraft des Vaters und des Sohnes. Verstehen wir das? Wenn wir den Heiligen Geist betrüben, so betrüben wir auch den Vater und den Sohn, denn die Gottheit ist völlig eins mit sich selber. So können wir diesen Vers bestimmt besser gewichten:

Eph 4,30
Und betrübt nicht den Heiligen Geist Gottes, mit dem ihr versiegelt worden seid auf den Tag der Erlösung hin!


Wir sollen erkennen, dass es mehr Gaben Gottes für den Christen gibt als „nur“ jene, die beispielsweise im 1. Kor 12 und 14 erwähnt werden, wie die Zungenrede, die Gabe der Unterscheidung der Geister oder die Gabe der Weissagung. Wenn in der heutigen Zeit eine Geistesgabe erwähnt wird, so werden im Allgemeinen die Gaben im eben erwähnten Abschnitt gemeint. Und die Christen suchen krampfhaft nach einer solchen Gabe und wenn sie keine finden, sagen sie nicht selten, sie hätten keine Gabe bekommen. Dass dies nicht stimmt, möchte ich anhand dieses Artikels aufdecken. Als erstes möchte ich zeigen, dass der dreieine Gott Gaben austeilt, und die beschränken sich nicht „nur“ auf jene im 1. Kor 12 und 14, wie viele meinen. Wenn Sie, liebe Leserin und lieber Leser, wiedergeboren sind und weder in Sprachen reden, noch Weissagen, geschweige denn Kranke heilen können, heisst das noch lange nicht, Sie hätten nichts von Gott bekommen. Als zweites versuche ich dann eine Brücke von dem allmächtigen Geber der Gaben zu den Gaben im 1. Kor 12 und 14 zu schlagen. Doch zuallererst vorneweg: Nicht umsonst schreibt Paulus zu den Ephesern:

Eph 1,3
Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in Christus, ...


Wir haben schon sehr viel Geistliches erhalten von Gott. Wer kann da noch sagen, er hätte nichts bekommen? Wir bekommen nämlich von jeder Person der dreieinen Gottheit Gaben. Betrachten wir nun, wie die Gaben verteilt werden. Wir wissen, dass wir von Vater Gaben bekommen:

Mt 7,11
..., wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten!


Der Sohn beschenkt uns:

Joh 14,14
Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.
Eph 4,7-8
Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade nach dem Mass der Gabe Christi gegeben worden.
Darum heisst es: "Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er Gefangene gefangen geführt und den Menschen Gaben gegeben."


Zudem gibt es Gaben, die vom Heiligen Geist sind, wie wir alle wissen:

1.Kor 12,8-11
Denn dem einen wird durch den Geist das Wort der Weisheit gegeben, einem anderen aber das Wort der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen aber Glauben in demselben Geist, einem anderen aber Gnadengaben der Heilungen in dem einen Geist, einem anderen aber Wunderwirkungen, einem anderen aber Weissagung, einem anderen aber Unterscheidungen der Geister; einem anderen Arten von Sprachen, einem anderen aber Auslegung der Sprachen. Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt jedem besonders aus, wie er will.


Unser Heilige Gott tut immer alles in völliger Übereinstimmung. Der Heilige Geist teilt keine Gabe aus, wo es der Vater nicht will. Der dreieine Gott handelt immer in völliger Übereinstimmung, in völliger Einheit. Daher sehen wir nun, dass die Gaben des Geistes, die Gaben Jesu und die Gaben des Vaters Gaben des dreieinen Gottes sind. Was für ein Geschenk! Die ganze Gottheit und ihre Kraft stehen dahinter. Wer kann dagegen stehen? Ich preise meinen Gott über diese Offenbarung!

Röm 8,31
Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?


Wie werden uns die Gaben Gottes nun ausgeteilt? Werden sie nach dem Zufallsprinzip auf die Christen verteilt oder werden nur Gemeindeleiter oder Älteste in die Empfängerschaft genommen? Oder bekommen sie nur Männer und Frauen nicht?

Diese Fragen sind sehr einfach zu beantworten, und die Antwort ist einfach zu verstehen. Beginnen wir einmal im Matthäusevangelium. Hier steht ein Schlüsselvers, der einiges klarstellt:

Mt 25,14-15
Denn wie einem Menschen, der ausser Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab:
und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und reiste ausser Landes.


In diesem Gleichnis spricht der HERR über seinen Weggang und seine Wiederkunft. Beim Weggang übergibt er seinen Knechten seine Habe und fordert bei seiner Wiederkunft die Abrechnung über das anvertraute Gut. Diese Abrechnung ist für uns Gläubige der Richterstuhl Christi:

2.Kor 5,10
Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder empfange, was er durch den Leib , dementsprechend, was er getan hat, es sei Gutes oder Böses.


Beachten wir nun genau, wie der HERR seine Habe verteilt. Er gibt nicht dem höchstgewachsenen Menschen das meiste und dem kleinsten das wenigste. Der HERR teilt auf eine andere, jedoch völlig „normale“ Art aus. Er teilt Männern und Frauen gemäss ihrer Fähigkeit aus.

... und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, einem jeden nach seiner eigenen Fähigkeit, und reiste ausser Landes.

Damit überfordert er niemanden, und auch ist niemand bei seiner Wahl unterfordert. Wir wissen, dass beides nicht gut ist. Überforderung führt zum Ausgebranntsein, und Unterforderung führt zu Unzufriedenheit. Jeder Mensch bekommt genau das, was seiner Fähigkeit entspricht. Wenn jemand im Berufsleben ein guter, ehrlicher und kontaktfreudiger Verkäufer ist und sich verständlich vor vielen Leuten ausdrücken kann, liegt es nahe aus ihm einen Evangelisten zu machen und ihn mit dieser Gabe auszurüsten. Ein solcher Mensch wäre bestimmt am falschen Platz, wenn er für die Gemeinde Lieder komponieren müsste. Und ein Pianist oder eine Pianistin wären am Büchertisch bestimmt auch am falschen Platz. Sie gehören an ihr Musikinstrument. Denn der HERR unterstützt in erster Linie die natürliche Fähigkeit, die schon vorhanden ist. Dies wird unter Christen leider oft übersehen. So versucht man offene Arbeitsplätze nicht selten mit Mitarbeitern zu besetzen, die dafür gar nicht geeignet sind. Man schaut oft nur auf deren Bereitschaft, aber nicht auch auf deren Eignung. Dies hat dann fatale Folgen: Die Mitarbeiter brennen aus oder sind todunglücklich in ihrer Aufgabe. Daher möchte ich der geschätzten Leserschaft Mut machen, auch einmal „Nein“ zu sagen bei einer Anfrage für einen Dienst, der nicht den persönlichen Fähigkeiten entspricht. Damit meine ich nicht, dass wir uns vor dem Umstuhlen des Gemeindesaales drücken sollen. Dies kann fast jeder, ausser er sei körperlich behindert. Auch kann jedermann und -frau mal in der Küche den Abwasch machen. Das sind alltägliche Arbeiten, die auf jeden Menschen zukommen. Doch sollen wir uns nicht für den Dienst am Mikrofonmischpult überreden lassen, wenn wir von Tontechnik keine Ahnung haben und andernorts viel besser wirken könnten.

Der Herr möchte seine Leute im Blick auf die Fähigkeiten dort einsetzen, wo sie auch ein weltlicher Personalmanager einsetzen würde: Dort, wo die Begabung liegt, ist der Mensch am glücklichsten und bringt die beste Leistung. Dabei kann es sein, dass Menschen mit vielen Begabungen mehr als einen Dienst erhalten und solche mit wenigen Begabungen nur einer Sache nachgehen sollten. Wir sehen das genau im erwähnten Abschnitt des Matthäusevangeliums. Der eine bekommt fünf Talente, der andere drei und wiederum einer nur eines. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Gottes sollen nicht über- oder unterfordert sein. Wir sollen so arbeiten, wie wir können. Wem weniger anvertraut ist, der muss auch nur dem wenigen treu sein. Er ist nicht faul, wenn er nur bei dieser Aufgabe bleibt, denn er könnte nicht mehr leisten. Dieser Tatsache trägt der HERR Rechnung. Daher ist die Belohnung auch völlig gerecht: Alle, die gearbeitet hatten und in ihrem Bereich treu waren, bekommen als Belohnung genau dasselbe, ganz gleich, ob sie mit fünf oder zwei Talenten starteten. Derjenige, der nichts tat, wird bestraft – das leuchtet auch ein.

Dieses Gleichnis ist nicht mit demjenigen im Lukasevangelium mit den Pfunden zu vermischen, denn hier im Matthäusevangelium geht es um die Treue, in jenem Gleichnis im Lukasevangelium geht es um den Fleiss. Wir kommen in Kürze noch zu diesem Punkt. Wichtig ist nun, dass wir gemäss unseren Fähigkeiten im Reich Gottes und in der Gemeinde Ausschau nach Möglichkeiten zur Mitarbeit halten und uns nicht einfach für jede offene Aufgabe zur Verfügung stellen.

Nun möchte ich der Vollständigkeit halber noch das Gleichnis im Lukasevangelium kurz streifen:

Lk 19,12-24
Er sprach nun: Ein hochgeborener Mann zog in ein fernes Land, um ein Reich für sich zu empfangen und wiederzukommen. Er berief aber zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfunde und sprach zu ihnen: Handelt , bis ich komme! Seine Bürger aber hassten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und liessen sagen: Wir wollen nicht, dass dieser über uns König sei! Und es geschah, als er zurückkam, nachdem er das Reich empfangen hatte, da sagte er, man solle diese Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, zu ihm rufen, damit er erfahre, was ein jeder erhandelt habe. Der erste aber kam herbei und sagte: Herr, dein Pfund hat zehn Pfunde hinzugewonnen. Und er sprach zu ihm: Recht so, du guter Knecht! Weil du im Geringsten treu warst, sollst du Vollmacht über zehn Städte haben. Und der zweite kam und sagte: Herr, dein Pfund hat fünf Pfunde eingetragen. Er sprach aber auch zu diesem: Und du, sei über fünf Städte! Und der andere kam und sagte: Herr, siehe, dein Pfund, das ich in einem Schweisstuch verwahrt hielt; denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist: du nimmst, was du nicht hingelegt, und du erntest, was du nicht gesät hast. Er spricht zu ihm: Aus deinem Mund werde ich dich richten, du böser Knecht! Du wusstest, dass ich ein strenger Mann bin, der ich nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesät habe? Und warum hast du mein Geld nicht auf eine Bank gegeben, und wenn ich kam, hätte ich es mit Zinsen eingefordert? Und er sprach zu den Dabeistehenden: Nehmt das Pfund von ihm und gebt es dem, der die zehn Pfunde hat!


In diesem Gleichnis liegt das Schwergewicht auf dem Fleiss. Jeder Mann und jede Frau hat die gleiche Ausgangslage vor dem HERRN (ein Pfund). Fleissigere werden besser belohnt als weniger fleissige Christen. Faule erhalten ihre gerechte Bestrafung.

Zusammenfassend kann man sagen:

Wer viele Fähigkeiten hat, der bekommt viel, daher wird man viel von ihm fordern. Wem wenig anvertraut werden kann, von dem wird weniger gefordert, denn er hätte es auch mit gutem Willen nicht zu mehr gebracht, da er einfach aus natürlichen Gründen nicht mehr kann.

Lk 12,48b
Jedem aber, dem viel gegeben ist - viel wird von ihm verlangt werden; und wem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.


Kein Mensch kann nun sagen, wie bereits erwähnt, er hätte keine Unterstützung (oder Talent) des HERRN bekommen. Jeder Mensch hat irgendeine Fähigkeit, mit der er im Acker Gottes wirken kann. Leider haben wir oft die Augen auf die besonders erwähnten Geistesgaben gerichtet und neigen dann zu sagen, wir hätten keine Gabe des HERRN bekommen, wenn wir nicht beispielsweise in Sprachen reden können oder Kranke auf unser Wort hin geheilt werden. Mit solchen Aussagen verunehren wir Gott. Denn, wie wir am Anfang betrachtet haben, schenkt uns der Vater, der Sohn und der Heilige Geist Gaben. Und das geschieht in völliger Übereinstimmung. Die Gabe des Geistes will uns auch der Vater geben und die Gabe Christi ist ebenfalls vom Vater. Unsere Fähigkeit zu musizieren oder die Technik am Mischpult zu verstehen ist von Gott, dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geiste. Sie wird von Gott beim wiedergeborenen Christen unterstützt. Der HERR gibt uns ein Talent (grosse Geldeinheit) dazu. Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Es gibt viele talentierte Menschen auf dieser Welt. Doch nicht jeder Mensch hat die Möglichkeit, aus seinem Talent etwas zu machen. Oft fehlt das Geld für die Musikschule oder für eine Ausbildung. Wenn nun ein reicher Mensch käme und den Menschen sehr viele Millionen Euro zur Verwaltung geben würde, so könnten die beschenkten Leute etwas damit machen, gemäss ihren Fähigkeiten, und so würde sich das Vermögen vermehren.

Genau dies tut Gott bei uns. Wir sind nicht Menschen ohne Hoffnung, die nichts aus sich machen könnten. Der allmächtige Gott hat uns zu unseren Fähigkeiten sehr viel gegeben, wir sollen nur damit treu umgehen und dabei fleissig sein.

Darüber hinaus möchte uns der HERR weitere Gaben geben, die nicht im direkten Zusammenhang mit unseren natürlichen Fähigkeiten stehen. Die Gabe der Krankenheilung oder die Weissagung sind Gaben, die ein natürlicher Mensch nicht hat und auch nicht entwickeln kann. Diese kann Gott darüber hinaus noch austeilen, wem er will, er ist souverän. Niemand kann sagen, er hätte keine Begabung und deshalb keine Gabe des HERRN, die er im Acker Gottes einsetzen könnte. Unter Christen heisst es oft zu Recht, jeder habe eine Gabe Gottes, doch es ist falsch, sie ausschliesslich im 1. Kor 12 und 14 zu suchen. Es steht natürlich ausser Frage, dass wir uns nach diesen Gaben ausstrecken sollen. Die Schrift sagt uns, dass wir nach diesen zusätzlichen Gaben des Geistes streben sollen, dass wir überreich zur Erbauung der Gemeinde sein dürfen.

1.Kor 14,12
So auch ihr, da ihr nach geistlichen Gaben eifert, so strebt danach, dass ihr überreich seid zur Erbauung der Gemeinde.


Abschliessend noch ein kleiner, aber wichtiger Punkt: Es gibt Leute, die unter Gottes Volk behaupten, Christen, die nicht in Sprachen reden könnten oder keine andere Gabe, die im 1. Kor 12 und 14 erwähnt wird, vorzeigen können, seien nicht wiedergeboren. Diese Behauptung ist lächerlich und bringt viele Christen in arge Verlegenheit. Solche Aussagen sollte man nicht von sich geben und damit teuer Erkaufte des HERRN in Angst versetzen.

Lobet den HERRN für all seine Gaben!



Autor: Tobias Frei

 
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